Gründung Referenzzentrum für minimale Hüftchirurgie im Gelenkzentrum
Im Rahmen der seit mehreren Jahrzehnten durchgeführten Gelenksersatzoperationen an der Hüfte wurde im Jahr 2004 im St. Vinzenz-Krankenhaus als eine der ersten Kliniken in ganz Hessen die weichteilschonende, minimal-invasive Hüftendoprothetik eingeführt.Dieses Verfahren setzt bei Beibehaltung der strengen chirurgischen Kriterien eines Hüftgelenkersatzes einen besonderen Akzent auf die Weichteilschonung, insbesondere der umgebenden Muskulatur um das Hüftgelenk herum, um somit ein Mindestmaß an Muskelverletzungen und damit ein Höchstmaß an Weichteilintegrität auch nach einem chirurgischen Eingriff zu gewährleisten.
Hierzu wird ein Zugang von vorne, direkt seitlich der Leiste durchgeführt, da hier die einzelnen Muskelgruppen ohne weitere Notwendigkeit der Verletzung lediglich auseinandergeschoben werden müssen.
Das Verfahren ist zunehmend auch von anderen Firmen aufgegriffen worden und macht jetzt wieder erneut von sich Reden als sogenannte AMIS-Methodik. Diese wird begleitet von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus postoperativen Kernspinuntersuchungen, die nochmals klar dokumentieren, dass durch diese Operationsmethode eine stark verminderte postoperative Verletzung und später geringe narbenbedingte Muskelverfettung gegeben ist.
Mit den Erfahrungen von inzwischen mehr als 1.200 minimal-invasiv operierten Hüftendoprothesen blicken wir nun über 7 Jahre hinweg, aufgrund der weitestgehend schmerzarmen Operationstechnik, auf höchst zufriedene Patienten zurück.
Dies war der Anlass, das Gelenkzentrum des St. Vinzenz-Krankenhauses auch als Referenzklinik für diese Operationstechnik einzurichten. Es wird in Zukunft in Zusammenarbeit mit der Firma Stryker interessierten Operateuren als kompetente Einrichtung dienen, um seinen langjährig aufgebauten Erfahrungsschatz konstruktiv weiter zu vermitteln.
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