• St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
  • St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau
Banner
© 2014 St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau gGmbH
Am Frankfurter Tor 25, 63450 Hanau
Tel.: (06181) 272 - 0, Fax: (06181) 272 - 626
E-Mail: info@vinzenz-hanau.de

Neugründung Selbsthilfegruppe Adipositas - 1. Treffen am 13.02.2006

Drucken

Seit 1998 beschäftigt sich die Chirurgie des St. Vinzenz-Krankenhauses Hanau unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Jürgen Vogt - Bereich Allgemein- und Viszeralchirurgie - mit den Behandlungsmöglichkeiten bei Übergewicht und krankhafter Fettsucht (morbide Adipositas).

Übergewicht und Adipositas sind ein erhebliches  Problem in allen entwickelten Gesellschaften. Derzeit sind in Deutschland zwischen 20 bis 25% aller Erwachsenen adipös und nahezu 2% gelten mit einem BMI (Body Mass Index) > 40 kg/m2 als extrem übergewichtig.
Übergewicht und Adipositas führen zu einer Vielzahl von Begleit- und Folgeerkrankungen; exemplarisch stehen hierfür das um den Faktor 3 erhöhte Risiko für die Entwicklung eines Typ II Diabetes, das dreifach erhöhte Risiko für Kardio-vaskuläre Todesfälle (Herzinfarkt u. Schlaganfall) sowie das um 50 bis 70 % gesteigerte Risiko, an Krebs zu erkranken. Neben dem Rauchen gilt Adipositas als die wichtigste Ursache für vermeidbaren vorzeitigen Tod.
Die durch Übergewicht und Adipositas verursachten Kosten werden für Deutschland auf 5 bis 6% der Krankheitskosten geschätzt; dies entspricht einem geschätzten Volumen von 20 bis 40 Mio. €.

Die konservative Behandlung der Adipositas (Diäten, Medikamente und Verhaltenstherapie) ist bei extremer Übergewichtigkeit nahezu ohne Langzeiterfolge. Einzige Hilfe für diese Patienten mit BMI > 40 kg/m2 bzw. ≥35 kg/m2 bietet zur Zeit und Begleiterkrankungen ein chirurgischer Eingriff. Hierdurch werden - nachgewiesen durch große Studien - in Abhängigkeit von den durchgeführten Maßnahmen (z.B. durch das Legen eines Magenbandes)  dauerhafte Gewichtsreduktionen zwischen 50 und 70% erreicht.
Durch diese Gewichtsabnahme sinkt das relative Sterberisiko bei extrem adipösen Personen um 89% und die meisten adipösen Typ II Diabetiker können von dieser Krankheit geheilt werden.
Aus chirurgischer Sicht stehen uns sog. „Restriktive, Malabsortive und Kombinationen der beiden Prinzipien“ zur Verfügung, wobei für jeden Patienten - sozusagen „maßgeschneidert“ - die „geeignete Option“ gefunden werden muss.

Grundvoraussetzung für den Erfolg einer chirurgischen Behandlung ist neben der sorgfältigen Patientenauswahl auch die Sicherstellung einer Langzeitnachbetreuung.
Durch die enge Zusammenarbeit mit einer „Selbsthilfegruppe für extrem Übergewichtige“ sehen wir uns auf gutem Wege, den langfristigen Erfolg derartiger Maßnahmen zu sichern und darüber hinaus, Betroffenen (bereits operiert oder sich mit dem Gedanken an eine Operation tragend)  und Angehörigen sowohl mit Rat und Tat zur Seite zu stehen als auch individuell auf etwaige medizinische Probleme eingehen zu können, so Chefarzt Dr. Jürgen Vogt.
Frau Ramona Gerbing - selbst Betroffene und Trägerin eines „Magenbandes“ - wird die Gruppe, die sich in Zukunft jeweils am 2. Montag eines jeden Monats im St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau trifft, leiten. Chefarzt Dr. Vogt wird in diesem Rahmen als Ansprechpartner für medizinische Fragestellungen zur Verfügung stehen. Die Auftaktveranstaltung findet am Montag, 13. Februar 2006 um 19.00 Uhr in den Räumen „Am Frankfurter Tor“ statt.

< zur Übersicht