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Betriebliches Ideenmanagement

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Das Ideenmanagement des St. Vinzenz-Krankenhauses ist auf Initiative der Krankenhausleitung im Juni 2010 eingeführt worden. Es soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben Vorschläge und Ideen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe einzubringen.
 
Nutzen des Ideenmanagements
Ein gelebtes Ideenmanagement trägt dazu bei vorhandenes Mitarbeiterpotenzial zu nutzen. Engagierte und motivierte Mitarbeiter können über das Ideenmanagement ihr Wissen, ihr Können und ihre Erfahrungen mit Kreativität verbinden und dadurch innovative Lösungen erarbeiten. Ein Ideenmanagement kann in diesem Zusammenhang zu neuen Wegen in der Krankenhausorganisation führen und innovationsfördernde Maßnahmen auslösen. Kreative und engagierte Mitarbeiter wirken als wichtiger Wettbewerbsfaktor.

Viele Fachleute gehen davon aus, dass das Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters umso größer ist, je besser die tatsächliche (empfundene) Arbeitssituation den Erwartungen der Betroffenen entspricht. Ein modernes Ideenmanagement kann somit den veränderten Wertehaltungen vieler Arbeitnehmer, wie z. B. dem Ruf nach anspruchsvollen und verantwortungsvollen Arbeitsinhalten, gerecht werden. Ein Ideenmanagement ist dann erfolgreich etabliert, wenn sowohl der Patient als auch die Mitarbeiter einen spürbaren Nutzen daraus ableiten können (Neubeiser, A.).

Vorgänger des Ideenmanagements
Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) existiert in seinen Grundzügen seit 125 Jahren. Wurden in den Anfangszeiten des BVW vor allem Rationalisierungsziele in den Vordergrund gerückt, haben in der Geschichte des BVW inzwischen die sozialen Ziele an Bedeutung gewonnen (Werner, W).

Ziele des Ideenmanagements
Mit der Entwicklung des BVW zum Ideenmanagement haben sich auch die damit verfolgten Ziele verändert. In der letzten Zeit sind die sozialen Zielsetzungen zunehmend in den Vordergrund gerückt, ohne dass die ursprünglichen Ziele jedoch an Bedeutung eingebüßt hätten. In der neueren Literatur wird eine immer größere Zielvielfalt aufgeführt. Exemplarisch können folgende Hauptziele genannt werden:

• Steigerung der Innovationsfähigkeit zwecks Verbesserung der Wettbewerbssituation
• Verbesserung der sozialen Beziehungen
• Stärkere Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen an ihrem Arbeitsplatz
• Möglichkeiten der kooperativen Führung für den Vorgesetzten
• Möglichkeiten der Persönlichkeitsentfaltung für den Mitarbeiter

Leistungsfähigkeit des Ideenmanagements

Der Erfolg ist die zentrale Orientierungsgröße des Ideenmanagements. Aus Sicht der Krankenhausleitung ist das Ideenmanagement dann leistungsfähig, wenn möglichst viele, qualitativ wertvolle und rasch realisierbare Ideen eingereicht werden. Aus der Perspektive der Mitarbeiter hingegen sollen die Vorschläge rasch aber sorgfältig und objektiv bearbeitet werden und ihnen für die erbrachte Sonderleistung eine angemessene Anerkennung einbringen (Brinkmann, E.; Heidack, C.)

Zahlen zum Ideenmanagement 
Die Statistiken belegen, dass das betriebliche Vorschlagswesen allgemein an Bedeutung zunimmt. Dies zeigt eine Studie des "Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft e.V." aus dem Jahr 2008, an der sich 373 Unternehmen beteiligten. Die Studie ergab, dass im Branchenschnitt die Anzahl der Verbesserungsvorschläge pro 100 Beschäftigte im Jahresvergleich 2008 von rund 52 auf 54 stieg. Auch die Entwicklung des betrieblichen Vorschlagswesens in der Branche der Krankenhäuser zeigte 2008 eine leichte Wachstumstendenz, allerdings auf sehr niedrigem Niveau. Im Vergleich zur starken Abnahme der Vorschläge von 1998 bis 2001 stieg im Jahr 2008 die Anzahl der Verbesserungsvorschläge wieder an. Sie liegt aktuell bei sieben Vorschlägen pro 100 Beschäftigte. Der Realisierungsgrad der Verbesserungsvorschläge liegt im Branchenschnitt bei rund 69%. In Krankenhäusern dagegen wird lediglich ein Viertel aller Vorschläge genutzt. Diese Zahlen belegen eindeutig: Das Vorschlagswesen, obwohl generell ein Erfolgsmodell, wird in Krankenhäusern noch nicht oder nur wenig genutzt.